AP 3.1a: Kontrollierte Dränung

Partner: Prof. Dr. habil. agr. B. Lennartz, Dr. agr. P. Kahle, Dr. agr. A. Bauwe (Universität Rostock)

Die aktive Regulierung des Durchflusses an Dränausläufen wird als kontrollierte Dränung bezeichnet. Die Durchflussregulierung zielt darauf ab, Wasser im Winterhalbjahr in der Fläche zu halten, wenn hoher Dränabfluss auftritt, die Vegetation wenig Nährstoffe benötigt und die Flächen weder befahren noch bearbeitet werden. Die bisherigen Erfahrungen konzentrierten sich auf die Minderung der Nitratfracht, wobei hohe Wasserstände im Winter zu anaeroben Verhältnissen führen und die Denitrifikation befördern. Kontrollierte Dränung wird auch zur Reduktion der P-Einträge empfohlen, insbesondere hinsichtlich der Konzentration an gelöstem reaktiven Phosphor. Es soll somit geprüft werden, welches Potenzial die kontrollierte Dränung für die Reduktion von P-Austrägen hat.
Zur P-Reduktion werden in der Abwasserreinigung standardmäßig Eisenchlorid, Eisensulfat, Aluminiumsulfat, Kalkhydrat und andere Produkte eingesetzt. Es hat sich gezeigt, dass Materialien auf der Basis von Aluminium und Eisen aufgrund ihrer physikochemischen Eigenschaften meist höhere und schnellere P-Retentionen aufweisen als solche auf der Basis von Kalzium und Magnesium. Die P-Sorption an Eisenoxide benötigt stabile aerobe Bedingungen, da unter Sauerstoffabschluss bzw. Wassersättigung eine mikrobielle Reduktion von Eisen (III) unter Freisetzung festgelegter Elemente wie P stattfinden kann. Im Rahmen von PhosWaM wird die Wirksamkeit der P-Reduktion mit Hilfe einer P-Filterbox untersucht.

 

Abbildung 1: P-Filterbox
Abbildung 2: Filtermaterial
Abbildung 3: Kontrollierte Dränung